Sonntag, 25. September 2016

Das letzte Sommerkleid

Der Sommer ist ja nun endgültig vorbei, trotzdem hat es dieses Kleid immerhin noch einmal raus geschafft:


Ich selbst bin dem Umstand, dass dieses Kleid bisher nur einen Auftritt hatte, allerdings nicht ganz unschuldig. Ich habe daran ziemlich lange rumgewerkelt...
Diese Schnittführung war ein riesiges Problem, denn irgendwie bekomme ich das mit den Kräuselungen nicht so richtig hin. Wenn man einen Abnäher zur Kräuselung auffächert wird die Nahtlinie an der Stelle ganz komisch. Laut Büchern soll man eine schön geschwungen durchgezogene Linie ziehen, aber wo? Deswegen, und weil ich am Rücken eigentlich noch ein Loch auf Taillenhöhe haben wollte, brauchte ich drei Probeteile!



Dazu noch dieser V-Ausschnitt... Die sind sowieso nicht meine Freunde, irgendwie stehen die bei mir meistens ab, weil mein Dekolleté sich nach innen krümmt und meine Schlüsselbeine sowie die Schultern wie ein Felsvorsprung hervorstehen. Durch nachträgliche Korrektur der Schulternähte konnte ich den abstehenden Ausschnitt immerhin etwas retten.


Dann die hintere Mitte und der Rock - katastrophal. erstens mal habe ich beim Oberteil verschlafen auf das die Symmetrie des Musters zu achten, Anfängerfehler.
Und der Rock schlägt in der hinteren Mitte komische Falten. Das Stoffmuster schluckt es glücklicherweise - wie so vieles an diesem Kleid. Und hinten sehe ich es zum Glück nicht so... Ich habe keine Ahnung was da schief gelaufen ist, ehrlich!
Das Loch auf Taillenhöhe flog vollends raus, kann man hier nachlesen. 

Der Hammer ist allerdings meine Versäuberung des Ausschnitts und der Armlöcher. So was hat die Welt noch nicht gesehen:


Das kommt davon wenn man beim Nähen sein Hirn nicht einschaltet und den Beleg einfach mal drauf los irgendwie rein näht. Weil alle anderen Katastrophen schon absehbar waren, hatte ich auch keine Lust auf große Auftrenn-Orgien. Schrägband druff und feddisch.

Das einzige was wirklich wirklich gut geklappt hat ist die gequiltete Taillenpasse! Der abenteuerliche Schnittverlauf und das Quilten konnte mir wirklich nichts anhaben, das lief alles wie geschmiert und wurde ein wunderhübsches Detail:


Mir gefällt die Struktur, es erinnert mich an einen asiatischen Kampfanzug.
So kann ich an meinem ultimativen Sommerfailkleid doch noch was schönes finden ;)


Trotz allem freue ich mich auf nächstes Jahr, wenn ich es wieder anziehen darf. Der schöne Stoff lässt mich nämlich ganz gut über die ganzen Patzer hinweg sehen ;)

Mittwoch, 14. September 2016

Me Made Mittwoch - Partykleid ohne Party

Mir schwebte schon länger ein einfacher Party-Kleid vor, dunkel, schlicht und mit Glitzer!
Die winzigen Pailetten dafür habe ich vor einiger Zeit über Etsy bestellt und eine Stickprobe gemacht:


Dies sollte eigentlich den Ausschnitt meines Partykleids zieren, doch - wie so oft - gefiel mit die absolute Schlichtheit dann doch besser:

 

Ich konnte nicht anders, diese schlichte Kleid wollte ich nachdem es fertig war sofort am nächsten Tag ins Büro anziehen und den Tag danach und den Tag danach. Die Pailetten hatten keine Chance! Ich habe aber beschlossen es nochmal zu nähen, dann aber mit Glitzer ;)


Der Schnitt ist ganz einfach, Prinzessnähte, überschnittene Schultern und breiter Ausschnitt. Gewählt habe ich einen dunkelgrauen Baumwolljersey. Eigentlich wollte ich einen Viskose-Jersey, aber der war im Stoffladen gerade aus. Den aus Baumwolle habe ich eher zähneknirschend genommen, bin nun aber ganz glücklich damit.


Durch den Baumwollstoff zeichnet sich nicht so viel ab, er fällt schön und ist leicht zu vernähen. Getragen erinnert er ein wenig an einen leichten Wollstoff.


Der Rock ist etwas kürzer als für mich sonst üblich, ist ja ein PARTYkleid! Ein, zwei cm mehr hätten es vielleicht sein können, trotzdem gefällt mir die Länge sehr gut an mir und - das wichtigste - sie ist gerade noch so Fahrradtauglich.

Ein kleiner Fauxpas ist mir beim Nähen allerdings passiert: Ich habe die Seitenteile von hinten ans Vorderteil genäht und vice versa... Ich habe mich etwas gewundert, dass ich soviel abestecken musste, doch wohl nicht genug, als dass es mir aufgefallen wäre. Es ist mir erst ganz am Ende aufgefallen, als ich noch schnell den Beleg konstruieren wollte - das habe ich aufgeschoben, weil ich mir noch nicht sicher war, wie ich die Armlöcher forme.
Nun ja, der Jersey verzeiht es einigermaßen, ein paar Zugfältchen an den Schulternähten und die Prinzessnacht beult sich am Armloch ganz leicht... Egal, ich mag dieses Kleid trotzdem total!


Für den Beleg ist mir nichts besseres eingefallen als Wäschetüll zu verwenden. Aus Oberstoff wäre er zu massig geworden. Was nimmt man für sowas denn normalerweise? Wirkfutter? Ich habe keine Ahnung!
Vorne am Ausschnitt bleibt der Beleg brav drin, nur hinten will er sich irgendwie rausrollen. Das Herzl im Nacken dämmt das etwas ein und ist für mich auch eine Markierung damit ich weiß, welche Seite hinten ist ;-)


Bei diesem Kleid nähte ich die Schulternähte und den Beleg zum ersten mal nach der Burda-Kochlöffelmethode. Das ist wirklich... Zauberrei! Und ich hab das all die Jahre nicht gewusst! Das liegt allerdings an der völlig bekackten Anleitung von Burda - wer soll das verstehen?! Ich habe mich da lieber an die Anleitung von Sandra gehalten :)

Für das Partykleid MIT Party würde ich nur noch eine kleine Sache ändern: Den Ansatz der Prinzess-Naht am vorderen Armloch etwas nach unten verschieben. Und wie schon geschrieben, am Saum 1-2cm mehr. 

Getragen wurde das Kleid natürlich auch bei einer Party vor etwa zwei Wochen. Für Springen und Tanzen absolut geeignet. Es fehlt wirklich nur noch der Party-Glitzer ;)

Eine ganz andere Party findet wie so oft Mittwochs auf dem Me-Made-Mittwoch Blog statt ;) Dort feiert Monika ihre Abschlussparty. Schade, aber die Gründe sind verständlich! Vielen Dank an Monika für ihre Zeit beim MMM!

Sonntag, 11. September 2016

Herbstjacken-Knit-Along 2016 - Teil 1: Vorstellung

Ich war ja etwas enttäuscht, dass der diesjährige Frühlingssjäckchen-Knit-Along ausfiel. Umso mehr freute ich mich als ich auf Sylvias Blog die Ankündigung für den Herbstjacken-Knit-Along las :) Da bin ich natürlich gerne dabei!


Anfang des Jahres bin ich auf ein Baumwollgarn von Lana Grossa gestoßen, welches sich "Nico" nennt. Es hat wie die "Elastico" und "Kappa" von Lang Yarns 3% Elastan beigemischt und ist daher für Kleidungsstücke wesentlich besser geeignet als ein reines Baumwollgarn. Neu ist, dass es bisher das dickste Garn in dieser Qualität ist, was ich gefunden habe. Es hat eine Lauflänge von 95m auf 50g. Das macht es ganz besonders geeignet für die hübschen Jäckchen meiner Lieblings-Designerin Andi Satterlund.

Kleiner Haken dabei: Das Garn wird nicht mehr produziert :( Auf Ebay wurde ich jedoch fündig und habe in den letzten Monaten einige Knäule in zwei hübschen Farben ersteigert:


Klar, dass ich jetzt ein Jäckchen von Andi stricken muss! Entschieden habe ich mich für das Modell Hetty, gestrickt in dem hellen Mintton.
Eine Maschenprobe habe ich bereits gemacht und sie passt perfekt!


Endlich mal nicht rumrechnen? Nein, ganz so einfach ist es leider doch nicht. Auch wenn dieses Garn mit Elastan etwas bessere Eigenschaften als reines Baumwollgarn hat, an die Flexibilität eines Merinogarns kommt es leider nicht ran. Das heißt im Klartext, die Sachen müssen einfach besser an die Figur angepasst sein. Das habe ich Anfang des Jahres ja schon mal bei dem Vianne-Jäckchen gemacht, und war auch sehr erfolgreich. Das einzig schwierige wird bei dem Muster der Brustabnäher aus verkürzten Reihen sein... Dafür werde ich mir wieder mal das geniale Tutorial von Frau Crafteln zu Gemüte führen ;)

Das erste Treffen findet heute bei Luise statt, die auch gleich viele Informationen über  Maschenproben bringt!

Mittwoch, 17. August 2016

Frustrierendes Sommernähen

Der Sommer zeigt sich jetzt ja ab zu mal und ich brauche echt dringend Sommerkleider! Solche für 30°C, Flamingos und Flipper.

Den Kopf voller ausgefallener Ideen habe ich mich total auf den Sommerurlaub gefreut! Leider hat das meiste in echt nicht so gut funktioniert wie in meinem Kopf :(

Zunächst dieses Kleid:


Von so einem Rückenausschnitt träume ich schon lange, die Wirklichkeit war aber ernüchternd:


Der untere Ausschnitt verdeckt hier wirklich gerade so das Unterbrustband des BHs. Das Loch sollte also eher noch so 1-2cm verkleinert werden, dann ist es aber quasi nicht existent. Ohne das Taillenband könnte es funktionieren, aber - ich kenne solche Rückenausschnitte von anderen - die Oberkante des Rockteils hängt dann immer so durch... Möglich dass ich das nochmal irgendwann versuche, aber für dieses Kleid habe ich jetzt einen ganz normalen Rücken mit Abnähern gemacht. 


Hier auch ein Kleid mit "Rückenbelüftung", doch das geht für mich gar nicht:


Die Rückenteile klaffen unschön auf und stehen ab. Ich schieb das mal auf meine Schulterblätter die etwas abstehen und allgemein auf den runden Rücken. Die Nähte sind übrigens auch schon ein bisschen einhalten, aber ich schätze das funktioniert an mir einfach nicht. 


Dieses Kleid erinnert ans Cambi-Dress, hinten ist es aber weiter ausgeschnitten und das ist vielleicht ein Problem.


Die Träger rutschen deswegen nämlich nach außen. Und dann das:


Leider ließ sich das nicht so gut fotografieren, aber durch meine nach vorne geneigte Schulter zieht der Träger das Oberteil immer irgendwie weg und da klafft ein Loch auf wo man voll den BH sehen kann. Ich habe mir Bilder vom Cambie Dress angeschaut und da sieht es auch immer ein bisschen aus, als würde das Oberteil im Achselbereich nie richtig anliegen. Meine BHs reichen dafür vielleicht einfach zu weit unter die Achsel, das geht halt nicht.  

Wirklich ärgerlich, dass das alles einfach nicht klappt. Das Teil mit der Raffung vorne hat mir aber soooo gefallen, also habe ich eine etwas schlichtere Version mit normalen Trägern konstruiert:


Und das passt 1A! Aber auch ein bisschen langweilig. Aber ich freue mich auch, dass ich jetzt endlich mal was anderes als Probeteil-Stoff vernähen kann :D  

Dienstag, 16. August 2016

Creadienstag: Einhornpups-Socken

Gleich zwei creadienstag-Socken-Posts hintereinander - ja ich brauche dringend Socken ;) Auf diese hier habe ich mich sehr gefreut, denn das Garn wurde extra für mich von einer lieber Mitstrickerin gefärbt. Der Strang ist nur an einer Stelle von etwa 10cm gefärbt, mit einem kleinen Regenbogen. Ein Einhornpups eben :D


Um die schönen Farben hervorzuheben, habe ich die farbigen Maschen immer links abgestrickt.


Dafür gibt es auf Ravelry auch ein Pattern, es heißt Kebnekaise Socks. Ich habe es aber nicht verwendet, hatte nur meine Inspieration von da. Da die Socken sonst ja eher schlicht sind, bringt das ziemlichen Spaß  beim Stricken!

Gestrickt habe ich die Socken Toe-Up, also von der Spitze beginnend und außerdem beide gleichzeitig:


So stricke ich Socken am liebsten, denn wenn man abkettet, ist man einfach fertig :) Außerdem wirkt es als wäre man voll der Checker, weil man zwei Socken gleichzeitig strickt! Aber eigentlich ist es ganz easy. Es gibt dafür auch eine ausführliche Anleitung hier.

Als Ferse habe ich die gute alte Bumerangferse gewählt, immer noch die beste und schönste Ferse wie ich finde. Leider nicht für einen hohen Spann geeignet, daher habe ich einen Spickel eingearbeitet, so hat der Fuß Platz:



Die Socken gefallen mir gut und ich freue mich, dass ich noch einen Einhornpups-Strang mit Glitzer habe! Ich denke so bekomme ich meinen Sockenvorrat schnell aufgefüllt :)


Kreatives zum Dienstag findet sich hier auf dem creadienstag-Blog.

Dienstag, 26. Juli 2016

Creadienstag: Äffle Socken

In meiner Strickgruppe gibt es so ein paar Sockenstrickmuster, die strickt irgendwie jede mal. So auch die Monkey Socks by Cookie A. Das Muster ist recht eingängig, trotzdem sehr schön! Weil wir hier ja in Baden sind, bürgerte sich schnell der Name "Äffle Socken" schnell ein. Da ich bei Strickprojekten mega unspontan bin, hatte ich mein Paar Äffle so ziemlich als letzte. Spaß hats trotdem gemacht, was auch an der tollen Wolle liegt:


Die Wolle war knapp weil ich davon bereits was für ein anderes Paar Socken verwendet hatte, und weil ich da einen bestimmten Teil des Farbverlaufs wollte, war sie auch zum Teil schon zerstückelt. Die rechte Socke habe ich zuerst gestrickt, hier passt der Farbverlauf auch. Links habe ich dann von der anderen Seite mit dem Verlauf angefangen, weil eine identische Socke sowieso nicht mehr drin gewesen wäre. Leider hat es nicht mehr ganz bis zur Spitze gereicht, so dass ich hier noch anstückeln musste. Und die Ferse...


...integriert sich beim linken Socken auch nicht ganz so schön. Nun ja, es sind nur Socken. Und Regenbogen macht mich ja ohnehin so fröhlich, da kann ich mal drüber weg sehen ;)


Jetzt habe ich fast alles von meiner Opal Surprise aufebraucht, wirklich ein schönes Garn! Hier geht's zur pattern page auf Ravelry und hier zu meinem Ravelry Projekt (Spoiler: steht nicht mehr als hier)

Meine neuen Socken verlinke ich heute beim Creadienstag.

Sonntag, 17. Juli 2016

Film und Serien Sew-Along Teil 4: Finale!

Heute ist das Finale des Film und Serien Sew-Alongs und ich kann es kaum erwarten alle Kreationen zu sehen!


Sorry für die Verzögerung! Ich war pünktlich Samstag Abend fertig, sonntags hatte ich allerdings mit Unpässlichkeiten zu kämpfen und nachmittags ging's dann nach Stuttgart aufs Jazzopen zu Jamie Cullum. Was für ein Konzert! Aber darum soll's hier ja nicht gehen, ich will ja meine fertigen Kleider zeigen!

Die Bilder sind heute alle mit Sternchen-Gesicht, da Bad-Face-Day ;)
Das Helga-Kleid habe ich schon länger fertig:


Es ist wirklich wunderbar, definitiv ein neues Lieblings-Kleid!


Der Rock ist leicht und schwingt beim laufen um die Beine. Der Stoff ist einfach ein Traum, auch wenn er etwas tricky zu nähen war!


Nach dem ersten Waschen stand ich allerdings mal kurz vorm Herzinfarkt: Der Saum, den mir die liebe Muriel fein abgepustet, hatte war komplett schief! Ich konnte es kaum glauben und konnte fast nicht schlafen. Als das Kleid am nächsten morgen trocken war habe ich es gleich anprobiert: immer noch schief! Was war da los? Bügeln war dann die Lösung, das machte den Saum wieder gerade. Ja ja, Viskose halt. Die macht einfach was sie will!
Hier die Innenansicht:


Die Taschen habe ich bei der Rockpasse mitgefasst.


Den Beleg am Ausschnitt musste ich absteppen, der rollte sich sonst immer nach außen. Ich denke das liegt an der Schwere der Viskose. Die Ärmel sind mit Schrägband verstürzt, etwas fummelig, allerdings die einzige Möglichkeit den Ärmelsaum schön hinzubekommen. Sonst stand er komisch ab.


Für den Rocksaum habe ich zunächst einen Rollsaum mit der Ovi gemacht. Das sah zwar sehr schön aus, allerdings fing die Naht nach der ersten Wäsche bereits leicht an zu fransen. Daher habe ich den Saum noch zweimal umgeschlagen und abgesteppt. Überhaupt muss man bei diesem Stoff etwas aufpassen was das fransen angeht. Ich habe die Nahtzugaben lieber 4-fädig versäubert.

Nun zum Monika-Kleid!


Dieses Kleid hätte ich fast nicht fertig genäht - nicht aus Zeitgründen - es wäre fast ein TFT = Teil für die Tonne geworden. Ich habe die Taillennaht ziemlich verhuntzt, die ist nämlich hinten viel zu hoch! Normalerweise mache ich das mit der Taillennaht so: Oberteil anziehen, Taillenmaßband anlegen und vom Freund oder Muriel an der Unterkante des Maßbands eine Linie ziehen lassen. Dann Rock dran heften, nochmal anprobieren mit Taillenmaßband und kontrollieren. Außerdem Fotos von allen Seiten machen. Tja, irgendwie kam ich nur bis zum Rock dran heften. Kontrolliert habe ich nur im Spiegel, basst scho'. Nicht. >:|

Das es nicht passte sah ich dann erst als der Rock schon dran und die Nähte versäubert waren. Außerdem wars am Rücken aus noch zu weit. da musste ich dann alles auseinander nehmen und an der Taillennaht so viel rauslassen wie nur ging.

Mit Gürtel jetzt auch tragbar:


Nun gut, das Kleid sieht so oder so mit Gürtel besser aus! Aber es war nicht nur die Taillennaht, irgendwie konnte ich mir das Kleid nicht so recht an mir vorstellen. Es ist vom Stil her schon sehr vintage-mäßig.


Aber wie so oft, mag ich es jetzt wo es fertig ist doch ganz gerne :)


Gefallen tun mir vor allem die großen Knöpfe, das ist mal was anderes, finde ich!
Beim Nähen hatte ich etwas Probleme mit dem Kragen, ich wusste einfach nicht wie ich den da dran bekomme:


Ich hatte bisher nur Kragen mit Steg und ohne Beleg genäht und habe krampfhaft versucht das Vorgehen auf diesen Kragen zu übertragen, aber ging nicht! So ist's halt manchmal wenn man selbst erstellte Schnitte näht, man hat keine Anleitung. Zum Glück wurde mir auf Twitter so gleich geholfen und der Knoten im Kopf hatte sich gelöst!
Das dunkelgrüne Band in der Taille ist ein "Waist Stay" - keine Ahnung wie das auf deutsch heißt, aber es soll jedenfalls verhindern dass sich die Taillennaht ausdehnt. Jetzt wo ich das Kleid sowieso nur mit Gürtel tragen werde etwas überflüssig, ich weiß. Aber jetzt habe ich das immerhin mal ausprobiert!


Für die Knopflöcher musste ich viele Proben nähen! Am besten funktionierte es mit Garn von der Ovi-Kone. Weil ich die nicht einfach auf die Maschine spannen kann, stand die Ovi beim nähen hinter meiner Maschine und ich habe die Kone dort aufsetzt und durch deren Fadenführung zu meiner Maschine laufen lassen. Manchmal muss man eben tricksen!

So, #FUSSA16 ist vorbei, ich habe zwei neue schöne Kleider und hatte viel Spaß die Beiträge der anderen Teilnehmerinnen zu lesen :)