Mittwoch, 12. Oktober 2016

Der Jersey-Basisschnitt

Der Winter naht und ich bekomme wieder Lust auf Jersey-Kleidung. Und weil mit das Konstruieren von eigenen Schnitten so gut gefällt ist es natürlich keine Frage, dass ich auch einen Basisschnitt für Jersey brauche!

Jersey-Schnitte brauchen eigentlich keine Abnäher, ich habe mich aber dennoch für einen Brustabnäher entschieden, damit das Kleidungsstück um die Brust besser sitzt. Außerdem kann man mit Brustabnähern schnitttechnisch einiges anstellen ;)
Gezeichnet habe ich den Schnitt zunächst nach Hofenbitzer mit meinem Maßen. Die erste Anprobe sah so aus:



Ich habe hier bereits die Schulternähte leicht korrigiert sowie die Seitennaht unterhalb der Taille. Wie zu erwarten war, schlägt der Stoff um Bereich des unteren Rückes ordentlich Falten dank meines Hohlkreuzes. Ich habe mich eigentlich damit abgefunden - wenn ich diese Falten eliminieren will geht das nur über Teilungsnähte.
Julia hat mich aber motiviert es trotzdem mit einer Anpassung zu versuchen, da man die Falten mit viel Geduld weg bekommen kann.

Zunächst habe ich den Überschuss quer abgesteckt damit das Rückenteil glatt liegt, Seiten- und Schulternähte wieder aufgemacht und das ganze noch mal abgepaust. Das brachte aber nichts.

Weil ich das mit dem quer abstecken und abpausen nur so semi-optimal fand, habe ich nochmal längs abgesteckt und abgepaust. Das ging besser und sah dann so aus:


Die Verbesserung ist wirklich nur minimal! dann habe ich mich an ein Tutorial von Pattern-Scissors-Cloth erinnert, in dem es darum geht die Hohlkreuzfalten bei Jersey-Kleidung ohne Teilungssnähte zu eliminieren.
Nachdem ich das gemacht habe, sah es so aus:


Damit wäre ich zufrieden gewesen, aber Julia meinte, es fehlt einfach noch an Weite in der Hüfte und das hat es dann wirklich nochmal rausgehauen:


Damit bin ich glücklich!

Für die Ärmel hatte ich aber keine Lust mehr auf schnöde Probemodelle ;) Also habe ich zunächst ein ärmelloses Top genäht an dem ich die Armlöcher optimiert habe.
Diese kamen bei der Kostruktion viel zu groß raus, daher habe ich einfach die von meinem Webstoff-Bassischnitt übernommen.




Nachdem ich damit zufrieden war, habe ich die Ärmel konstruiert und wieder ein tragbares Shirt genäht:




Vorne gefallen mir die Ärmel sehr, hinten schlagen sie Falten, da kann man also noch was optimieren. Sonst bin ich sehr zufrieden und kann es kaum erwarten endlich schicke Winterkleider zu konstruieren :D

Kommentare:

  1. Ich bin immer wieder beeindruckt. Ich finde es großartig wie du deine Schnittmuster selbst herstellst. Das Shirt hast du in Würzburg getragen oder?
    Lg Mathilda

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  2. Das Shirt ist ja schon toll, ich bin gespannt auf die Kleider!
    Herzliche Grüße
    Sabine

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  3. Eine feine Sache so ein maßgeschneidertes Shirt, das dir do gut steht. LG Carola

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