Dienstag, 4. April 2017

Ruby Ruby [Creadienstag]

Das Ruby Slip von Pattern.Scissors.Cloth - das ich ja jetzt schon ein paar mal genäht habe - habe ich wirklich immer "Ruby" von den Kaiser Chiefs im Ohr :D Klar, dass der Song bei einer dunkelroten Version noch 10x lauter in meinem Ohr klingt! Also los:

Rubyrubyrubyruby... ahhahaha!
Die Spitze habe ich von jemandem geschenkt bekommen. Ist wohl übrig aus einer Unterwäsche-Näherei und sie ist nicht dehnbar. Das Ruby Slip ist auch für feste Spitzen gemacht. Einmal habe ich elastische verwendet und das ist obenrum ziemlich weit geworden. Weil die Spitze zu schmal war, musste ich ein bisschen Stückeln, daher ist unterhalb der Brust ein Dreieck zu sehen.


Ich auf den Rand der Spitze von hinten Framilon-Band aufgenäht und beim nähen leicht gedehnt. Dadurch liegt die Spitze schön an. Der rote Stoff ist Neva´viscon Futterstoff.
Weitere Versionen habe ich hier und hier gezeigt.
Und weils so schön ist, jetzt noch das Lied zum Kleid:
 


Verlinkt beim Creadienstag

Sonntag, 2. April 2017

Spring Style Along Teil 3: Passt?

Ein Kleid habe ich ja schon fertig und am Donnerstag gezeigt. Es ist aus meinem Blusenschnitt entstanden und bis auf die Ärmel hinten, passt es auch gut. Die Ärmel haben mich bisher noch nicht ganz so arg gestört, aber beim zweiten Kleid würde ich das schon gerne mal korrigieren:


Für mich sieht es erst mal so aus, als wäre da zu Stoff an der Ärmelkugel und zwar ziemlich in der Mitte des Armlochs. Ich habe immer wieder was weggesteckt, Foto gemacht, mehr weggesteckt, Foto gemacht, aber irgendwie ändert sich nicht wirklich was (nur rechten Ärmel angepasst):

Links vorher, rechts nacher... meh.

Sieht für mich genauso aus wie vorher, nur dass ich jetzt weniger Bewegungsfreiheit habe :( Ein weiteres Problem könnte zu wenig Stoff an der Achsel hinten sein. Da habe ich ein bisschen aus der Naht rausgelassen, brachte aber auch nichts. 

Im Endeffekt habe ich jetzt nur minimal etwas an der Mitte was weggenommen und unten hinzugegeben. Momentaner Stand ist so:


Eine wirkliche Verbesserung kann ich nicht sehen... Man muss dazu sagen, es ist ein Ärmel mit flacher Armkugel, der schlägt immer ein bisschen Falten (gibt dafür aber mehr Bewegungsfreiheit) aber das sieht irgendwie falsch aus. Vielleicht hat jemand einen guten Tipp für mich?
Sonst gefällt mir das Kleid bisher sehr gut und es wird sicher auch mit schlecht sitzenden Ärmeln gerne getragen :)


Es fehlt noch ein weiteres Kleid sowie der Frühlingsmantel. Bei diesem bin ich aber noch nicht über Grundschnitt abpausen hinausgekommen. Ich bin gerade wieder im eins-nach-dem-anderen-Modus und das Wetter macht mir auch gerade weniger Lust auf so einen Mantel. Momentan komme ich nämlich mit einem gekauften Cord-Blazer gut klar. Ich versuche mich trotzdem zu motivieren, denn spätestens im Herbst werde ich mich drüber freuen.
Hier geht's zum Blog von Alexandra die noch den perfekten T-Shirt Schnitt sucht!

Donnerstag, 30. März 2017

RUMS: Das Tulpenkleid [Spring Style Along 2017]

Mein erstes Teil zum Spring Style Along, organsierst von Alexandra ist fertig! Es ist die Wiedergeburt meines geliebten und gehassten McCalls Hemdblusenkleid ;) Weil die Brusttasche an eine Tulpe erinnert, habe ich es Tulpenkleid genannt ;)


Das Kleid hat sich in jeder Hinsicht verbessert! Die Taille sitzt nun dort wo sie hin soll und ich habe keine welligen Seitennähte mehr und Taschen, die groß genug sind! Insgesamt ist die Passform viel besser, das merke ich vor allem am Kragen: der liegt nämlich richtig schön am Hals an. Die Bewegungsfreiheit an den Armen ist auch viel besser.


Ich habe als Grundlage das Schnittmuster für meine Bluse vom Blusen-Sew-Along verwendet. Hinten habe ich die Abnäher zu einer Kräuselung an der Schulterpasse umkonstruiert, was ich mir vom Original-Kleid abgeschaut habe.


Außerdem habe ich den Kragen neu konstruiert sowie den Rock. Die Ärmel sind die gleichen wie bei der Bluse, nur auf 3/4 gekürzt.

Hier kann man sehr gut erkennen, wie gut der Kragen am Hals anliegt :)
Die Brusttasche war so geplant, das Einstecktuch kam aber später noch dazu. Ich habe überlegt wie ich die dunkle Farbe der Schuhe oben noch wiederholen könnte und da kam ich auf die Idee mit dem Tuch. Es ist aus einem Rest meine anNÄHerungs-Kleids entstanden. Es ist rundum handrolliert, das habe ich das erste mal gemacht und bin sehr zufrieden damit ;)


Der Stoff ist von stoffe.de und war nicht besonders teuer. Dafür habe ich aber auch einen anders gefärbten Streifen quer über den Rock *urgs* Fällt aber nicht so arg auf und mir gefällt das Kleid trotzdem sehr. Man kann dadurch auch gut den Fadenlauf des Rocks erkennen, der ist nämlich in der Seitennaht. Ich habe jetzt schon ein paar mal den Fadenlauf beim Rock so gelegt und mir gefällt das immer besser. Der Rock fällt dadurch an den Hüften schmaler. Und weil der Fadenlauf dadurch in der Mitte schräg ist, bilde ich mir zumindest ein, dass der Rock hinten besser über mein Hohlkreuz fällt ;)


Hier noch die Innenansicht des Kleides:


Die Schulterpasse ist gedoppelt und das innere Teil mit leichter Einlage verstärkt. Das Taillenband ist ebenfalls gedoppelt und hat etwas festere Einlage bekommen. Das Oberteil hat teilweise französische Nähte, weil ich beim Nähtreffen genäht habe und dort keine Ovi dabei hatte. Die Taschen sind im Taillenband mit gefasst, dadurch ziehen sie nicht so arg am Rock, wenn man etwas schweres hinein tut. Die Knöpfe sind vom alten Kleid. Die Säume an den Ärmeln und am Rock habe ich von Hand unsichtbar genäht. 


Ich fühle mich in Hemdblusenkleidern derzeit so wohl, dass ich mir ganz viele weitere nähen will! Dieser Schnitt wird also auf jeden Fall wieder genäht, nur ein paar kleine Anpassungen würde ich noch machen: Den Kragen hinten etwas breiter, denn er verdeckt den Kragensteg gerade so. Um die Brust ist es möglicherweise etwas eng, da könnte etwas mehr Weite sein. Und eventuell würde ich den Rock noch 1-2cm länger machen, das war's auch schon.

Verlinkt bei RUMS.

Donnerstag, 23. März 2017

Probegenäht: Das Ninjashirt

Ich wollte schon immer gerne mal was probenähen und da Meike von Crafteln dazu aufgerufen hat, habe ich mich gleich gemeldet! Ich wusste, dass es um eine Jersey-Oberteil geht, das hieß für mich, dass ich nicht mit unbefriedigenden Passformkorrekturen rechnen musste. Mich hat es einfach mal gereizt hinter die Kulissen einer Schnittmusterfirma zu schauen und somit irgendwie auch Teil des Schaffensprozesses zu sein :D Als mir die technische Zeichnung dann gezeigt wurde, war ich ehrlich gesagt leicht enttäuscht :-o Ein locker geschnittenes Kapuzen-Shirt gehört jetzt nicht so zu meiner Alltagsgarderobe. Aber als ich dann den Schnittmuster Bogen bekam, wollte ich es doch wissen. Der Schnitt kommt nämlich ganz schön raffiniert daher! Doch jetzt erst mal Bilder:


Beim Ninjashirt ist die Kapuze ist am Vorderteil angeschnitten und ergibt einen sehr schönen Wasserfallkragen. Außerdem hat das Shirt Raglanärmel mit Schulterabnähern. Irgendwie simpel und doch raffiniert :D Für das Shirt habe ich mir einen weichen Baumwolljersey rausgesucht, dafür bin ich sogar mal in einen Stoffladen gegangen, denn für dieses Shirt sollte der Stoff (meiner Meinung nach) einen bestimmten Fall haben. Er sollte vor allem nicht zu dünn und labbelig daher kommen, aber eben auch nicht zu fest und dick sein. 


Das Shirt ist sehr locker geschnitten, hat aber hinten eine Mittelnaht und vorne Brustabnäher, dadurch hat es eine sehr schöne Passform. Ich habe laut Tabelle zunächst Größe 2 an der Brust und Größe 1 an der Taille gewählt, da bin ich in dem Shirt aber fast versunken und die Brustnäher waren zu tief, während die Schulterabnäher stark nach hinten fielen. Also bin ich eine Größe runter gegangen, ich denke wenn man es doch noch etwas figurnäher mag, könnte man auch zwei Größen runter gehen. Ich finde es so jetzt perfekt!


Ich habe dann noch ein paar kleine Änderungen vorgenommen: Die Ärmel sind sehr lang - ich mag überlange Ärmel, doch die waren mir dann doch zu arg - 6cm kamen weg. Am Saum habe ich um 2cm verlängert und die Schulterabnäher habe ich deutlich gekürzt und die Spitze etwas nach vorne verlegt. Am Halsansatz sitzen sie richtig, doch weil meine Schultern nach vorne fallen, lag die Spitze zu weit hinten.
Die Anleitung ist wie bereits beim Partyrock sehr gut und ausführlich geschrieben, lässt keine Wünsche offen. Wer bereits viel Erfahrung beim Nähen hat, dem reichen die Überschriften der einzelnen Punkte auch, man muss also nicht *unbedingt* alles Lesen ;)


Und zu welcher Gelegenheit trage ich das jetzt? Für mich ist das Ninjashirt auf jeden Fall was für Zuhause oder zum Sport. Wer sonst auch eher leger im Alltag unterwegs ist, kann das aber super zur Jeans tragen. So wie es das Model auf dem Schnittmusterdeckblatt trägt, sieht das echt klasse aus! Lockere Shirts mit langen Ärmeln für Zuhause brauche ich eigentlich echt dringend, und weil mir dieses richtig gut gefällt, werde ich auf jeden Fall noch mehr davon nähen! Vielen Dank Meike, dass ich für dich Probenähen durfte, ich hatte sehr viel Spaß dabei ;)
Verlinkt bei RUMS.

Samstag, 11. März 2017

Spring Style Along Teil 2: Wunschkonzert

Heute wird es konkret mir den Plänen zum Spring Style Along, organisiert von Alexandra.

Wir beschäftigen uns heute mit:
Was wollt Ihr? Nach welchen Farben, Materialien und Schnitten gelüstet es Euch? Wie wollt Ihr Euch in Euren Kleidern fühlen?

Das wichtigste Kleidungsstück bei diesem Sew-Along ist für mich der Frühlingsmantel, denn den will und brauche ich wirklich! Ich mochte den Vogue Schnitt V 9127 schon von Anfang an, fand aber schon immer, dass er mehr nach einem Mantel als nach einem Kleid aussieht. Der Verlauf der Nähte und die kleinen Pfeile sind sooo schön und ich werde meinen Mantel zwar nach meinem Grundschnitt konstruieren, mir den Verlauf der Teilungsnähte aber von diesem Schnitt klauen ;)


Mäntel brauchen unbedingt Kapuzen und ich habe mich auch schon gefragt ob die überhaupt Vintage-tauglich sind? Aber schaut mal auf mein Inspirations-Board auf Pinterest, da sind Schnitte aus den 1940ern mit für Hemdblusenkleider mit Kapuzen! Im Unterschied zum Vogue-Schnitt möchte ich das Rückenteil auch mit diesen Herz-förmigen Teilungsnähten und auch nicht so blusig. Ob ich den Nahtverlauf im unteren Teil so lasse oder die Teilungsnähte gerade runter führe entscheide ich noch. Außerdem werden die Ärmel anders, geteilte Ärmel mit normaler Armkugel. Für den Mantel habe ich mir einen petrolfarbenen Twill und passendes Futter besorgt. Ich hoffe es klappt alles, dann wäre das nämlich der ultimative Traummantel :D

Des weiteren sind natürlich Kleider geplant! Die Stoffe habe ich schon:


Wie in meinem ersten Post gezeigt, möchte ich ein neues Chambray-Hemdblusenkleid nähen, dieses mal nach eigenem Schnitt:


Aus dem türkis-farbenen Stoff wird ein ähnliches Kleid entstehen, wahrscheinlich mit dunkelblauen Paspeln. 
Hemdblusenkleider trage ich einfach am liebsten! Ich finde sie sind schick, weil es halt ein Kleid ist, gleichzeitig machen die Hemd-Elemente wie Kragen und Knopfleiste es alltagstauglich.  

Und dann wäre da noch mein Kraken-Stoff den ich nun doch verwenden will und zwar für ein weiteres Zuckerrosenkleid. Dafür ist der Stoff bestens geeignet, mit weißen Paspeln wird das sicher toll! Und ich weiß nicht was ihr meint mit, der Stoff würde nicht zu mir passen, ich liebe niedliche Tiere ;)

Meine Frühlingsfarben sind ungeplant grün-blau-grundig geworden, und ich finde interessant, dass die drei Stoffe für die Kleider nicht zueinander passen, aber alle passen zum Mantelstoff!


Ich würde noch gerne ein neues Tuch stricken, entweder Silenzioso oder Sandbank, früher oder später will ich beide Tücher noch stricken, daher wird ausgelost. Ein Garn habe ich noch nicht, da konnte ich mich einfach noch nicht entscheiden. Es muss jedenfalls farblich zu allen hier genähten Kleidungsstücken passen. 

Mittwoch, 8. März 2017

Ein ungeliebtes Kleid

Irgendwann kurz bevor der Winter begann habe ich beschlossen keine Jersey-Kleider mehr zu nähen, weil mir der Rockteil aus Jersey nicht gefällt. Er hängt meist ziemlich lieblos hinab und zeichnet Unterwäsche-Ränder und Speckröllchen ganz unvorteilhaft ab.
Blöderweise ist mir das erst eingefallen nachdem ich mich mit Stoffen für den Winter eingedeckt hatte, darunter auch ein paar Romanit-Jerseys. Das Problem mit dem Abzeichnen ist bei Romanit nicht ganz so schlimm, daher gab ich ihm eine Chance:


Das Schnittmuster ist von meinem Weihnachtskleid übernommen, mit allen Details die aufgrund des Samtstoffes weichen mussten. Das wären die gepufften Ärmel und die Bänder am Ausschnitt. Die Taillenpasse ist an der Spitze abgerundet und etwas schmaler.
Der Schnitt ist für Webstoff gedacht, doch da Romanit ja nicht so extrem viel Stretch hat, habe ich ihn trotzdem für das Kleid verwendet. Die Abnäher an Schultern und Ellenbogen habe ich aber eliminiert. An den Seitennähten musste ich noch ziemlich viel wegnehmen.


Ich habe das Kleid schon einige Male getragen, mein Lieblingskleid wird es aber nicht. Ich finde der einfarbige Romanit zeigt die kleinsten Passformfehler sehr extrem und ich fühle mich darin eher als hätte ich eine Jogginghose an. Noch dazu finde ich, dass Romanit nicht besonders gut wärmt.


In Ermangelung an Winterkleidung wird es aber sicher trotzdem getragen und außerdem mag ich die Farbe sehr. Genäht habe ich es hauptsächlich mit der Overlock, die Raffung am Ausschnitt ist genau wie beim Weihnachtskleid mit einem Gummiband und Zickzackstichen gemacht. Das Romanit-Band dient nur zum verdecken und ist an den Ärmelnähten mit gefasst.


Der hintere Halsausschnitt ist mit einem Jerseystreifen verstürzt. Die Säume sind mit der Ovi abgekettelt, einfach umgeschlagen und von Hand fest genäht. Das Kleid hat nur eine Tasche in der Seitennaht, denn weil ich schon beim Nähen gemerkt habe, dass es keine große Liebe wird, wollte ich mir nicht mehr Arbeit als nötig machen.

Mittwoch, 1. März 2017

Spring Style Along Teil 1: Bestandsaufnahme

Der Frühling hat sich hier in den letzten Tagen schon angekündigt und passender weise kommt da der Spring Style Along von Handmade Glamour. Everyday. daher, ich kann es nämlich kaum erwarten endlich wieder leichtere Webstoffe zu vernähen! 

Das Thema heute ist die Bestandsaufnahme, was ist da? Was muss ersetzt werden? Welche Anforderungen stellt Euer Leben und das, was Ihr in den nächsten Monaten vorhabt, an Eure Kleidung? Kurz: Was braucht Ihr?
Ich muss zugeben, eigentlich habe ich für leichtes Frühlings und Herbstwetter am meisten in der Garderobe, für diese Saison zu nähen finde ich am einfachsten, es macht sehr viel Spaß und ich mag das Wetter nun mal am liebsten! Ich bräuchte also nicht unbedingt was (bis auf eines, dazu weiter unten mehr), hätte aber gerne was :) 
Momentan tun es mir besonders Hemdblusenkleider an, sowie 3/4-Ärmel. Bei allem was ich im Winter genäht habe dachte ich immer nur: Ach, sieht ja ganz ok aus, aber mit 3/4-Ärmeln würde es besser aussehen. Ich mag diese Länge auch sehr und das Frühlingswetter ist dafür Ideal. Ich habe für diesen Sew-Along auch ein kleines Pinterest-Board angelegt:


Konkret gibt es da ein Kleid was ich gerne ersetzen würde, obwohl ich es sehr mag, doch es hat so ein paar Macken, die mich echt stören! Es ist das McCalls Hemdblusenkleid was ich vor etwa zwei Jahren genäht habe. Ganz ganz schlimm finde ich, dass die Taille viel zu hoch ist! Wenn ich einen Gürtel trage, sieht man es sehr deutlich:

Das Taillenband sollte da sein, wo der Gürtel ist...!
Ich habe mich mit dem Finden meiner Taille immer schon sehr schwer getan und früher habe ich sie mit einem Gummiband markiert. Allerdings lässt sich so ein Gummiband sehr einfach verschieben. Zwischen Unterbrust und Taille ist mein Oberkörper fast gerade, kann also sein, dass es für manche mit Gummiband besser funktioniert... Ein schmaler Gürtel oder ein Taillenmaßband rutschen hingegen immer an die richtige Stelle.


Ein weiteres Mako: die Seitenähte kräuseln sich. Ich habe das Kleid innen mit Schrägband versäubert, welches ich beim Nähen zu arg gezogen habe. Mit viel Dampf lässt sich das halbwegs hinbügeln, muss ich aber nach jedem Waschgang wiederholen. Und auch dann ist es noch leicht sichtbar :( Außerdem sind die Taschen zu klein und ich finde das Kleid an der Taille (wo auch immer diese sein mag) zu weit. Beim neuen Kleid soll alles besser werden!

Ein Kleidungsstück, welches ich dringend brauche, und eigentlich schon seit Jahren, ist ein leichter Mantel. Ich habe einen gekauften von Mint&Berry, den ich aber gar nicht gerne trage:


Typisches Problem bei gekaufter Kleidung: Ich habe oberhalb der Taille 2,5 Größen weniger als Unterhalb. Da dieser Mantel nicht besonders ausgestellt ist, springt er unten immer auf, außer wenn ich ganz gerade da stehe... Zudem ist er für meine bevorzugte Rocklänge gut 10cm zu kurz.
Hinten...


...sieht er echt schon übel aus. Weil ich jeden Tag auf dem Rad sitze sind die Knöpfe abgefallen und der Stoff wurde vom Sattelleder glatt poliert. Und so laufe ich rum! Ein neuer Mantel muss also ganz dringend her!

Des weiteren denke ich nun, dass ich meinen grünen Tintenfisch-Stoff die ich für die Januar-12 Colors of Handmade Fashion-Challenge gekauft habe nun doch noch vernähen kann. In den Frühling passt der nämlich ganz gut.
Und vielleicht hätte ich gerne noch einen neuen leichten gestrickten Schal...

Weitere Bestandsaufnahmen zum Spring Style Along 2017 gibt es heute bei Alexandra von Handmade Glamour. Everyday.

Dienstag, 28. Februar 2017

Schnitt-Fest: Ein 1940er inspiriertes Kostüm

Willkommen zum ersten Schnitt-Fest! Alexandra von Handmade Glamour. Everyday. hat diese Linkliste ins Leben gerufen, als Sammelpunkt für alle die Schnitte selbst konstruieren oder drapieren. So eine Sammlung hat in der Nähbloggerinnen-Welt auf jeden Fall noch gefehlt!

Ich zeige heute ein 1940er inspiriertes Kostüm bestehend aus Blazer und Rock:



Trotz, dass ich schon lange nähe, habe ich mich nie an einen Blazer getraut. Für mich war das immer ein ganz kompliziertes Kleidungsstück wo man 1000 verschiedene Einlagen braucht, sämtliche Handsticharten, alles in Form Bügeln muss usw.. Das kann man natürlich so machen, so machen es die Schneider ja auch heute noch. Aber es gibt heutzutage auch Bügeleinlagen und fertige Schulterpolster und so Zeug, man muss also längst nicht so ein Theater veranstalten ;) Vielleicht mache ich das irgendwann mal so, aber für meinen ersten Blazer reichen mir die modernen Techniken allemal!

Doch von vorne, als erstes kam der Entwurf:

Ich wollte einen kurzen Blazer mit gerundetem Kragen und Puffärmel, dazu einen eher schmalen Glockenrock.
Zum konstruieren nahm ich meinen Grundschnitt zur Hand, aber der ist sehr sehr eng geschnitten. Für Kleider mag ich das, ein Blazer wird allerdings nicht so eng geschnitten und es muss auch Platz für noch etwas drunter sein. Das heißt, der Schnitt braucht Passformzugaben, wie viel das bestimmt die so genannte Passformklasse. Diese gibt an wie groß die Abweichung zu den gemessenen Körpermaßen sein soll, je nach dem was man für ein Kleidungsstück haben will. Für meinen Blazer habe ich die kleinstmögliche Passformklasse für Jacken gewählt, denn ich mag meine Kleidung grundsätzlich gerne eng anliegend.
Den Grundschnitt habe ich an verschiedenen Stellen aufgeschnitten und entsprechende Maße aus einer Tabelle aus dem Buch "Schnittkonstruktion für Damenmode" von Hofenbitzer hinzugefügt. Außerdem wurde noch an den Seiten etwas hinzugefügt und das Armloch wird vertieft und dadurch vergrößert.

Hier sieht man wo der Schnitt vergrößert wurde.

Die Passzeichen am Armloch für die Ärmel müssen angepasst werden und dann kann man sich den Ärmel vornehmen. Dort wo er an der Achsel ins Armloch kommt, wird die Naht auch vertieft und an den Seiten etwas zugegeben. Dann wird das Armloch am Oberteil ausgemessen und mit der Ärmelansatztnaht verglichen. Die Differenzen müssen nun hinzugeben werden, wofür der Ärmel an verschieden Stellen aufgeschnitten wird.
Sieht nach viel Arbeit aus, und ist es auch ;) Aber jetzt durfte ich ja endlich den eigentlichen Schnitt konstruieren. Dafür habe ich zunächst den Grundschnitt abgewandelt, so dass er statt Abnähern Wiener Nähte hat.
Das habe ich dann nochmal abgepaust und eine Erhöhung für die Schulterpolster, den Übertritt für die Knopfleiste und schließlich den Kragen gezeichnet. Mein Entwurf sah zunächst hinten einen Schlitz, den habe ich aber verworfen, da die Jacke ohnehin sehr kurz ist. Den Ärmel habe ich so umkonstruiert, dass er aus zwei Teilen besteht und an der Ärmelkugel Kräuselweite hinzugefügt.
Die Futterteile wurden extra angefertigt, da sie ein bisschen anders als das äußere Kleidungsstück sind. Beispielsweise besteht das Rückenteil aus einem Teil, hat in der Mitte eine Bewegungsfalte und Abnäher statt Teilungssnähte.

Das fertige Schnittmuster.
Alles im Allem habe ich für den Schnitt einen ganzen Tag gebraucht.
Zum Rockschnitt gibt es nur wenig zu sagen, er kam erst später dazu, aber es ist nur ein einfacher Glockenrock den ich so angepasst habe, dass er genau auf 90cm Stoff passt, mehr hatte ich nämlich nicht übrig ;)


Überhaupt hätte ich den Blazer lieber aus einem gefärbten Salt'n'Peppper Stoff gemacht, so im drehumdiebolzeningenieur-Style, aber der Stoff hat leider nicht gereicht! Die Ärmel nehmen unheimlich viel Platz weg.

Der Stoff den ich jetzt verwendet habe, ist eigentlich ein Fehlkauf, aber er war geeignet und außerdem musste ich das mit Kostüm ja eh erst mal ausprobieren. Insofern ist das jetzt ein tragbares Probeteil. Da der Stoff etwas labbelig daher kommt habe ich ihn für den Blazer komplett mit Batist unterlegt:


Außerdem habe ich mir einen den Craftsy Kurs "Modern Jacket Techniques" gegönnt und habe so wie es dort gezeigt wird die Einlagen aufgebügelt.
Weil ich kein fertiges Schnittmuster habe und noch nie einen Blazer genäht habe, hatte ich keine Ahnung wie so ein Blazer eigentlich zusammen kommt. Der Craftsy Kurs enthält keine komplette Anleitung, es werden nur einzelne Techniken gezeigt sowie ein paar generelle Tipps gegeben.
Aber es gibt ja noch YouTube und dort habe ich einen sehr tollen Kurs gefunden, wie man einen Blazer näht. Es wird dort gezeigt wie ein Blazer in der Bekleidunsindustie genäht wird, demnach sind alle Techniken auf Schnelligkeit optimiert, zum Beispiel werden Nahtzugaben nicht gekürzt sonder von vornerein so zugeschnitten wie sie später sein sollen, die Schnitteile haben haufenweise Klipse, Abnäher werden mit Bohrlöchern markiert und es werden fast keine Stecknadeln verwendet. Nur als Vorwarnung bevor euer Weltbild jetzt ins wanken gerät :D


Zur Passformprüfung habe ich den Blazer zunächst nur geheftet. Er passte auf Anhieb sehr gut, nur ein paar kleine Anpassungen waren nötig.

Was mir aber nicht gefiel waren die Puffärmel - ich mag ja gepuffte Ärmelkugeln aber zusammen mit den Schulterpolstern war mir das dann doch zu arg. Es war aber kein Problem den Ärmel wieder abzuändern.
Danach bin ich einfach dem Kurs gefolgt und auch sehr schnell fertig geworden. Kann den also nur empfehlen!
Hier ein Bild in Progress, nachdem ich die Ärmelfische einsetzt habe. Diese bestehen bei mir aus schräg zugeschnittenem Molton.


Beim nächsten Blazer würde ich den Kragen noch anpassen, ich finde er liegt nicht so schön. Ich schätze er braucht am Rand noch etwas mehr Weite und eine festere Einlage. Außerdem dürften die Ärmel noch etwa 1,5cm länger sein sowie auf Ellenbogenhöhe etwas schmaler. Ich habe am Saum keine Einlage verwendet, daher fällt er ein bisschen in sich zusammen. Beim nächsten Mal verwende ich lieber Einlage. Auf die aufgestetzen Taschen am Blazer habe ich verzichtet, die wären in dem Muster ohnehin untergegangen.


Auf den Bildern gefällt mir das Kostüm sehr gut, um Alltag käme ich mir aber irgendwie ein bisschen verkleidet vor. Ich glaube aber, das liegt hauptsächlich an der Farbe und dem Muster... ich finde die Farbe steht mir nicht ganz so gut und das Muster wirkt doch etwas altbacken...
Für das nächste Kostüm liegt hier jedenfalls ein mintfarbener Velveton bereit :)



Und hier geht es zum Beitrag von Handmade Glamour. Everyday. ich bin schon sehr gespannt auf die anderen Beiträge!

Sonntag, 12. Februar 2017

Blusen-Sew-Along Finale!

Donnerstag war bereits das Finale des Blusen-Sew-Alongs bei Elle Puls.


Ich kam leider erst heute zum Fotos schießen. Ich bin im großen und ganzen zufrieden mit meiner Bluse!


Oberhalb der Brust bauscht der Stoff etwas. Ich habe schon beim Nähen versucht da was anzupassen, kam aber irgendwie nicht so richtig auf einen grünen Zweig. Es passiert oft, wenn ich Kräuselungen mache, dass sich der Stoff dann plötzlich so bauscht, also irgendwas ist da an meiner Technik beim Schnitt konstruieren falsch.


Es stört mich jetzt aber auch nicht so arg, aber ich würde es schon gerne mal gescheit hinbekommen :D

Da ich die Bluse sowieso immer in den Rock stecke, habe ich sie erst gar nicht so lang gemacht. Für diesen Rock war sie dann doch fast zu kurz, bei einem Rock der genau in der Taille sitzt, passt das aber.


Mit den Manschetten bin ich nicht ganz so zufrieden, aber ich finde die Bluse sieht mit hochgekrempelten Ärmeln sogar besser aus. Das lockert den Look etwas auf:


Die Schleife gefällt mir hingegen sehr gut!


Die Knöpfe habe ich mir noch kurzfristig im Knopfparadies bestellt. Das Nähen der Knopflöcher und Knöpfe habe ich bis kurz vorm Finale aufgeschoben, dabei macht meine Maschine Knopflöcher eigentlich ohne Probleme ;) Ich nähe die Knöpfe auch mit der Maschine an. Obwohl ich die Fadenenden immer auf die linke Seite ziehe, arbeiten sie sich trotzdem häufig wieder nach außen. Aber deswegen noch mal alles verknoten? Ich glaube dafür bin ich zu faul!


Hier die besagten Manschetten. Der Schlitz ist ungleich lang und alles an der Manschette ist irgendwie ein bisschen schief geworden. Überhaupt bin ich mit dieser Art von Schlitzverarbeitung nicht ganz so zufrieden. Bei meinem Tagträumerinnen Kleid habe ich das auch schon so gemacht und zum einen bekommt man den Stoff am Schlitzende nicht ganz glatt -da ist entsteht immer eine kleine Falte. Zum anderen neigen diese Schlitze dazu aufzuspringen. Beim nächsten mal versuche ich dann vielleicht lieber einen modernen Schlitz - den mit dem Dach am Ende.


Mir hat der Sew-Along viel Spaß gemacht, ich wollte sowieso schon länger mal eine Bluse konstruieren und nähen. Vielen Dank an Elle Puls!

Samstag, 4. Februar 2017

Mein 12 Colors of Handmade Fashion-Fail!

Die 12 Colors of Handmade Fashion Challenge von Tweed and Greet ging gerade in die erste Runde. Es ist eine Jahres-Challenge bei der man jeden Monat ein Kleidungsstück näht/strickt/häkelt/whatever in einer bestimmten für den jeweiligen Monat vorgegeben Farbe. Für Januar war das die Farbe Grün.
Die Idee fand ich gleich super, außerdem sah ich das als Chance mal aus meinem Grau-Blau-Beere-Schema auszubrechen, neues zu wagen - auch wenn mir natürlich gleich klar war, dass manche Farben halt gar nicht gehen würden, wie zum Beispiel Orange und Schwarz. Grün war jedenfalls ein toller Anfang, ich mag die Farbe und für einen Sommertypen ist sie durchaus tragbar:


Ich hatte vorher auch schon einen Stoff erspäht, aus dem ich mir gerne was genäht hätte. Leider war der dann ausverkauft! Erst Wochen später entdeckte ich eine Alternative, habe es mir aber mal wieder ein paar Tage überlegt und bäm! - wieder ausverkauft. Eigentlich hätte ich es dann lassen sollen, aber ich habe mich auf die Suche begeben. Ich weiß nicht wie das bei anderen ist, aber ich persönlich finde es sehr schwer einen bestimmten Stoff für ein Vorhaben zu finden. Bei mir ist das eher so, dass ich einen Stoff sehe und er mir "sagt" was er werden will. Und auch dann überlege ich mir es noch 1000mal, ich bin da seeehr wählerisch.

Wie auch immer, ich fand einen Stoff in schönem Grün mit Kraken drauf:


Das Motiv sieht einigermaßen "erwachsen" aus und wie schon erwähnt, das Grün fand ich sehr schön! Ohne es mir wie üblich noch mal X-Tage zu überlegen habe ich den gekauft und bekam gleich danach Zweifel...
Ich hatte zu dem Stoff auch eine Schnitt-Idee, aber irgendwie können wir uns nicht so richtig anfreunden. Ich kann mich gerade nicht motivieren Zeit und Energie in dieses Projekt zu stecken, wenn ich im Herzen nicht so ganz überzeugt bin.

Die Farbe für Februar ist Beige. Da hätte ich sogar einen Stoff da, einen den ich mal vor längerer Zeit gekauft habe, der mir aber nicht mehr so gefällt. Vielleicht ist die Vorgabe einer Farbe schon zu eng für mich :D Deswegen habe ich entschieden, mich einfach für den Rest des Jahres zurück zu lehnen und zu schauen was die anderen aus der Näh-Blogger-Welt so kreieren und lasse mich vielleicht einfach so zu neuen Farben inspirieren ohne Stoff-Kauf-Druck. Und wenn was aus der Kategorie Grau-Blau-Beere kommt, mach ich vielleicht auch mal mit ;-)

Wie ist das bei euch? Habt ihr auf Probleme Stoffe auf Kommando zu kaufen? Oder habe ihr sowieso irgendwie jede Farbe im Vorrat? Und habt ihr schon mal Stoffkäufe direkt im Anschluss bereut?