Sonntag, 25. Juni 2017

Film- und Serien Sew-Along 2017: Zwischenstand

Heute sind wir schon beim Zwischenstand des Film- und Serien Sew Alongs!
Ich bin immer noch ganz begeistert von der Linkliste mit den Plänen der Teilnehmerinnen, so viele schöne Sachen dabei :)


Ich war in den letzten Wochen fleißig dabei, doch mein Output ist nicht so grandios.
Als erstes habe ich mir die Agnet-Carter Seidenbluse vorgenommen. Nach mehreren Probeteilen konnte ja nichts schief gehen, oder? Leider kam ich mit diesem Stoff nicht klar... Alle Nähte wellten sich, aber ich dachte, mal schauen wie sie nach dem Waschen aussieht. Leider ist es viel viel schlimmer geworden und sowieso, sieht das Teil ziemlich stümperhaft aus :( Mit viel viel Bügeln konnte ich die welligen Nähte etwas glätten:


Die Knopfleiste ist schief und der Kragen ungleichmäßig. Die Rollsäume an den Ärmeln habe ich von Hand gemacht, aber die wellen sich auch ganz komisch.
Besonders an der Rückenpasse sind die Nähte ganz furchtbar:


Dazu kommt noch, dass der Stoff total empfindlich ist was Flecken angeht. Da reicht es schon, ein bisschen zu viel Handcreme auf der Haut zu haben, wenn man sich dann mal kurz an der Bluse zuppelt, gibt es gleich Flecken.
Ich habe mich dann trotzdem direkt an die zweite Bluse gemacht, mit dem Baumwollbatist sollte ich ja besser klar kommen. Weil ich es aber schwierig finde Kragen nachzukonstruieren, habe ich auch hier lieber mal ein Probeteil gemacht. Das ist auch tragbar geworden:


Gut, dass ich ein Probeteil gemacht habe, denn der Kragen passt so noch nicht:


Zu tief, zu schmal, zu spitz. Aber das kann ich ja umzeichnen und dann sollte es passen!

Und zu guter Letzt das Kleid. Mit Cutouts am Rücken habe ich ja schon mal experimentiert und bekam das nicht so wirklich hin. Auch dieses mal tue ich mich wieder schwer. Der erste Versuch:


Die Abnäher habe ich noch gesteckt, weil ohne sah es unmöglich aus. Aber das Cutout ist eh zu groß und zu breit:


zweiter Versuch:


Die Schulterabnäher habe ich beim ersten mal in die Teilungnähte gedreht, aber mit dem kleineren Cutout ging das nicht mehr. Von der Größe her passt es jetzt aber es klafft immer noch auf. Meine Schulterblätter sind einfach zu spitz. Also wieder was abgesteckt:


Die neuen Abnäher drehe ich dann in die vorhandenen Schulterabnäher. Die werden dadurch ziemlich groß, aber mein Rücken braucht das wohl. 
Den Ärmel habe ich auch schon konstruiert:


Grundsätzlich gut, aber ich glaube der Fadenlauf stimmt nicht. 
Ich hoffe es klappt jetzt alles, sonst steh ich beim Finale ohne was da! 
Jetzt bin ich aber gespannt, wie weit ihr gekommen seid:


Kommentare:

  1. Oh, das ist dann wirklich ärgerlich, wenn der Stoff nicht so will wie man selbst - dabei klang das alles so positiv. Ich drücke Dir und allen, die ein Mißgeschick hatten, ganz fest die Daumen, dass ihr eure Pläne bis zum 16.7. noch verwirklichen könnt.

    LG
    Ulrike

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  2. Es sit so ärgerlich wenn einem das Material einen Strich durch die Rechnung macht! Aber ich beobachte gespannt, wie du das Gucklochkleid umsetzt - Ich möchte mir auch gerne ein eigenes designen, was mein Tattoo umrahmt!

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  3. Die Konstruktion der Cutout-Bluse ist gar nicht so einfach. Ich wüsste auch nicht, wie man vorgehen sollte. Nach dem ersten Versuch sieht man, ein Schulterblattabnäher wird gebraucht, sonst stehen die Kanten des Dreiecks ab. Nach dem zweiten Versuch hätte ich wahrscheinlich einfach in der hinteren Mitte abgenäht und den Halsausschnitt wieder angeglichen. Oder aber, weil das eigentlich nicht korrekt ist, da die Schulterblattabnäher dann unschön zur Mitte laufen noch einen anderen Weg gewählt, nämlich die schrägen Nähte geändert. Wenn du die oberen beiden Teile von den unteren trennst und die hintere Mitte glattlegst, sieht man der Winkel wird stumpfer und du könntest von der Seitennaht wegnehmen. Die unteren Teile müssten dann in einem weniger spitzen Winkel neu zugeschnitten werden. So könntest du normalgroße Schulterblattabnäher behalten. - Zu Seide weiß ich mangels Erfahrung nicht viel zu sagen. Man soll Seide eigentlich gar nicht waschen, da sie dann ihren Glanz verlöre steht auf der Homepage einer Firma, wenig lebenspraktisch. Gestärkt vernähen? Seidenfaden für Seidenstoff nehmen? Viele Grüße Regina

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    1. Hallo,
      beim ersten Versuch sind die Schulterblattbnäher durchaus noch da, nur habe ich sie in die Teilungsnaht zwischen der Passe und dem unteren Rückenteil gedreht. Die hintere Mitte abnähen würde auch nicht so viel bringen, denn es klafft ja weiter unten auf und dort wo die Spitze des Dreiecks ist, liegt es eigentlich gut an. Ich habe es probiert und gab nur Zugfalten und schränkte die Bewegung ein. Die größeren Schulterblattabnäher stören mich eigentlich auch nicht, man sieht es ja nicht.

      Ich wasche Seide trotzdem immer, aber es stimmt schon, der Stoff verändert sich dann. Aber anders muss ja nicht unbedingt schlechter sein und die Sachen reinigen lassen wäre mir zu umständlich. Ich denke ich habe hier beim Nähen verschiedene Fehler gemacht, ich hätte ein anderes Füßchen und weniger Nähfußdruck nehmen sollen und vielleicht ein dünneres Garn :( Vorallem aber hätte ich vorher mehr rumprobieren sollen, bis die Einstellung für den Stoff passt, das wird mir eine Lehre sein!
      Liebe Grüße,
      yacurama

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  4. Das kleinere Cutout sieht irgendwie auch spannender aus. Die Ärmel gefallen mir richtig gut. Ich bin sehr gespannt auf deine Ergebnisse!
    Viele Grüße, Melanie

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  5. ich finde deine Zwischenergebnisse richtig schick. ich würde die schwarz-weiße probebluse aber gar nicht noch mal an kragen ändern, die sieht toll aus.
    das cut out kleid ist schön, irgendwie bin ich Moment auch total auf cut Outs! drück dir die Daumen fürs weitermachen! lg

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  6. Das sind total schöne Zwischenergebnisse! Die Details sind echt ein Traum!
    Ich bin seit Jahren eine stille Mitleserin und hatte das Problem mit den welligen Nähten bei feinen Stoffen auch schon. Ich hab es gelöst, indem ich eine 60er Nadel und feines Nähgarn verwendet hab und vor allem die Fadenspannung ein klein wenig verringert hab. Ich drück Dir die Daumen, dass es beim nächsten Problemstoff besser wird.
    Liebe Grüße,
    Mira

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